Sturzprävention zu Hause: So schützen Sie Ihren Angehörigen vor Stürzen
13. Januar 2026
Jedes Jahr stürzen in Deutschland rund drei Millionen Menschen über 65 Jahre. Die Folgen reichen von blauen Flecken bis zu Oberschenkelhalsbrüchen – und häufig ist ein Sturz der Beginn einer Pflegebedürftigkeit oder ihrer Verschlimmerung. Dabei lässt sich das Sturzrisiko durch gezielte Maßnahmen erheblich reduzieren.
Warum sind ältere Menschen häufiger sturzgefährdet?
- Nachlassende Muskelkraft und Balance
- Sehschwäche und langsamere Reaktion
- Schwindel durch Blutdruckschwankungen oder Medikamente
- Ungeeignetes Schuhwerk (rutschige Sohlen, zu weite Schuhe)
- Hindernisse in der Wohnung (Kabel, Teppichkanten, glatte Böden)
Die wichtigsten Maßnahmen in der Wohnung
Viele Sturzrisiken lassen sich mit einfachen und günstigen Anpassungen beseitigen:
- Bad und Dusche: Haltegriffe neben Toilette, Wanne und Dusche montieren; rutschfeste Matten; ggf. Duschstuhl
- Treppen: Beidseitige Handläufe; ausreichend Beleuchtung; ggf. Treppenlift prüfen
- Wohnzimmer und Schlafzimmer: Teppiche entfernen oder fixieren; Kabel wegräumen oder befestigen; Nachtlicht für den Weg zur Toilette
- Eingang: Türschwellen reduzieren; Stufen kontrastreich markieren
Was die Pflegekasse bezuschusst
Umbaumaßnahmen zur Sturzprävention werden von der Pflegekasse mit bis zu 4.000 € pro Maßnahme bezuschusst (§ 40 SGB XI). Dazu zählen Haltegriffe, Rampen, rutschfeste Böden und Treppenliftanlagen. Ein Pflegegrad ist Voraussetzung – bei Pflegegrad 0 oder 1 lohnt sich ggf. ein Antrag auf höheren Pflegegrad, um diese Leistungen zu erhalten.
Tipp: Lassen Sie Medikamente regelmäßig vom Arzt überprüfen. Bestimmte Blutdruckmittel, Schlaftabletten und Beruhigungsmittel erhöhen das Sturzrisiko deutlich.
Wie der Pflegedienst zur Sturzprävention beiträgt
Unser Pflegepersonal hat ein geschultes Auge für Gefahrenquellen. Beim ersten Hausbesuch schauen wir gemeinsam, wo Risiken lauern, und beraten Sie konkret. Darüber hinaus unterstützen wir bei Mobilisationsübungen, die Kraft und Balance fördern – als ergänzende Maßnahme zur Physiotherapie.
Lassen Sie uns gemeinsam schauen, wie Ihre Wohnung sicherer gemacht werden kann. Vereinbaren Sie einen kostenlosen Hausbesuch: 03471 / 642713.