Gut geschützt durch Herbst und Winter: Impfungen und Infektschutz für Pflegebedürftige
24. Oktober 2026
Wenn die Tage kürzer werden, beginnt die Zeit der Atemwegsinfekte. Was für junge, gesunde Menschen meist nur eine lästige Erkältung ist, kann für ältere und pflegebedürftige Menschen schnell gefährlich werden – mit Lungenentzündung, Krankenhausaufenthalt und einem deutlichen Verlust an Selbstständigkeit. Die gute Nachricht: Mit den richtigen Impfungen und ein paar einfachen Regeln lässt sich das Risiko spürbar senken.
Welche Impfungen empfiehlt die STIKO für ältere Menschen?
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Menschen ab 60 Jahren sowie Menschen mit Grunderkrankungen unter anderem folgende Impfungen:
- Grippe (Influenza): jährlich im Herbst, idealerweise zwischen Oktober und Mitte Dezember
- COVID-19: jährliche Auffrischung, bevorzugt im Herbst
- Pneumokokken: Schutz vor einer häufigen Ursache von Lungenentzündungen
- RSV: einmalig ab 75 Jahren sowie für Menschen ab 60 mit schweren Grunderkrankungen
- Gürtelrose (Herpes zoster): zwei Impfdosen ab 60 Jahren
Welche Impfungen im Einzelfall sinnvoll sind und was bereits vorhanden ist, klärt die Hausärztin oder der Hausarzt. Bringen Sie den Impfpass zum nächsten Termin mit.
Tipp: Viele Hausarztpraxen bieten für immobile Patientinnen und Patienten Hausbesuche an – auch zum Impfen. Fragen Sie einfach nach.
Auch Angehörige sollten geimpft sein
Wer einen Menschen pflegt, hat engen Körperkontakt. Pflegende Angehörige, die selbst geimpft sind, schützen damit auch ihren Angehörigen. Die STIKO empfiehlt die Grippeimpfung ausdrücklich auch für Personen, die Risikopatienten im Haushalt betreuen.
Infektschutz im Pflegealltag: Die wichtigsten Regeln
- Hände regelmäßig und gründlich waschen – vor allem vor dem Essenreichen und nach dem Toilettengang
- Bei eigenen Erkältungssymptomen Abstand halten und eine Maske tragen
- Räume mehrmals täglich kurz stoßlüften statt dauerhaft kippen
- Besuch bitten, bei Krankheitszeichen lieber anzurufen als vorbeizukommen
- Ausreichend trinken – auch im Winter trocknet die Heizungsluft die Schleimhäute aus
Warnzeichen ernst nehmen
Ältere Menschen zeigen Infekte oft anders als Jüngere: Statt hohem Fieber treten manchmal nur Müdigkeit, Appetitlosigkeit oder plötzliche Verwirrtheit auf. Wenn sich der Zustand Ihres Angehörigen innerhalb kurzer Zeit verschlechtert, sprechen Sie frühzeitig mit dem Hausarzt.
Unsere Pflegekräfte achten bei jedem Einsatz auf Veränderungen im Gesundheitszustand und informieren Sie und den Hausarzt bei Auffälligkeiten. Fragen? Rufen Sie uns an: 03471 / 642713.