Pflegeleistungen

Diabetes im Alter: Blutzucker, Insulin und Fußpflege richtig managen

21. April 2026

Rund jeder fünfte Mensch über 70 hat Diabetes. Im Alter verändern sich Therapieziele und Risiken – vor allem Unterzuckerungen sind gefährlich. Wir zeigen, worauf Angehörige achten sollten und wann der Pflegedienst hilft.

Diabetes mellitus Typ 2 ist im Alter weit verbreitet. Während bei jüngeren Menschen oft möglichst normale Blutzuckerwerte angestrebt werden, stehen bei älteren und pflegebedürftigen Menschen andere Ziele im Vordergrund: Unterzuckerungen vermeiden, Folgeschäden begrenzen und die Lebensqualität erhalten. Die Therapieziele legt der Arzt individuell fest.

Unterzuckerung erkennen

Eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) ist bei älteren Menschen besonders gefährlich, weil sie zu Stürzen und Verwirrtheit führen kann. Die typischen Anzeichen sind im Alter oft schwächer ausgeprägt. Achten Sie auf:

  • Zittern, Schwitzen, Herzklopfen
  • Heißhunger
  • plötzliche Verwirrtheit, Sprachstörungen oder ungewöhnliches Verhalten
  • Schwindel und Unsicherheit beim Gehen

Tipp: Traubenzucker oder ein zuckerhaltiges Getränk sollten immer griffbereit sein. Besprechen Sie mit dem Arzt, wie Sie im Fall einer Unterzuckerung genau vorgehen sollen.

Insulin und Blutzuckermessung

Wenn das Spritzen von Insulin oder das Messen des Blutzuckers selbst nicht mehr sicher gelingt – etwa wegen nachlassender Sehkraft, zitternder Hände oder Vergesslichkeit –, kann der Arzt diese Aufgaben als Behandlungspflege verordnen. Die Kosten übernimmt dann die Krankenkasse. Unsere Pflegefachkräfte kommen zu den vereinbarten Zeiten, messen, dokumentieren und verabreichen das Insulin nach ärztlichem Plan.

Füße täglich kontrollieren

Diabetes kann die Nerven in den Füßen schädigen, sodass kleine Verletzungen nicht mehr gespürt werden. Aus einer harmlosen Druckstelle kann so eine schwer heilende Wunde werden. Deshalb:

  • Füße täglich auf Rötungen, Blasen, Risse oder Verletzungen ansehen – auch zwischen den Zehen
  • Bequeme, gut sitzende Schuhe und nahtfreie Strümpfe tragen
  • Nicht barfuß laufen, keine Wärmflaschen direkt auf die Füße
  • Nägel vorsichtig feilen statt schneiden; bei Problemen zur Podologie

Bei einem diabetischen Fußsyndrom kann eine podologische Behandlung ärztlich verordnet werden.

Ernährung ohne strenge Verbote

Im Alter ist eine ausreichende Ernährung meist wichtiger als strenge Diätregeln. Regelmäßige Mahlzeiten helfen, den Blutzucker stabil zu halten. Sprechen Sie mit dem Arzt, wenn der Appetit nachlässt – dann muss möglicherweise auch die Medikation angepasst werden.

Wir übernehmen die Diabetes-Versorgung im Rahmen der Behandlungspflege – zuverlässig und pünktlich. Rufen Sie uns an: 03471 / 642713.

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